Die Bände der im VS-Verlag erscheinenden Reihe „Qualitative Sozialforschung“ machen einen sehr interessanten Eindruck.
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Neue Publikation: Wirkungen unterschiedlicher Betriebsratstypen
The Effects of Different Types of Works Councils on Bargaining Outcomes. Results of an Empirical Study
„This article looks at the effects that different types of works councils have on the results of bargaining between a works council and management. It investigates, in particular, how the works council type has an influence on the use of company or works agreements and the assessment of such agreements by 1000 interviewed human resource managers. The typology combines two dimensions: power and willingness to cooperate. The resulting four types of works councils show different effects, controlling for other variables: overall, works agreements are widespread and highly valued by the majority of human resource managers. However, firms with a works council that the management perceives as being more powerful and less willing to cooperate have a higher number of works agreements. In this constellation, one also finds the worst assessments of works agreements by the human resource managers — they perceive such agreements as reducing flexibility and having fewer advantages. A more detailed analysis shows two more results: first, it is the power or strength of a works council, rather than the willingness to cooperate, that influences the frequency of works agreements. Second, the perceived willingness to cooperate has an effect on the assessment of works agreements, but not on their frequency.“
(Werner Nienhueser 2009: The Effects of Different Types of Works Councils on Bargaining Outcomes. Results of an Empirical Study. In: Economic and Industrial Democracy, Vol. 30(3): 372–400, http://dx.doi.org/10.1177/0143831X09336567 (Link zum Aufsatz))
Flex Work Research Centre dokumentiert Untersuchungen über atypische (flexible) Beschäftigung
Hier die neuesten Untersuchungen, über die man sich auf der Webseite und per Newsletter-Zusendung informieren kann.
„You can take a look at the following 10 research reports that are new on our Flex Work Research Centre: www.flexworkresearch.org:
- A Cross-Sector Comparison of Using Nonstandard Workers; Explaining Use and Impacts on the Employment Relationship, Chung-An Chen, Jeffrey L. Brudney
- Socio-economic Risks of Atypical Employment Relationships: Evidence from the German Labour Market, Johannes Giesecke
- Marktanalyse 2007, Regioplan
- Buiten de bijstand; Onderzoek naar mensen die afzien van een WWB-uitkering of deze niet krijgen toegekend, Inspectie Werk en Inkomen
- Inkomen, verdeling en armoede: over groei, stabiliteit en de kloof tussen werkenden en uitkeringstrekkers, Karel Van den Bosch, Pieter Vandenbroucke, Bea Cantillon, Jozef Pacolet
- Job Insecurity and Employability in Fixed-Term Contractors, Agency Workers, and Permanent Workers: Associations With Job Satisfaction and Affective Organizational Commitment, Nele De Cuyper, Guy Notelaers, Hans De Witte
- One Store, Two Employment Systems: Core, Periphery and Flexibility in China’s Retail Sector, Jos Gamble, Qihai Huang
- European labour markets and the cultural-economic geography of flexwork, Roos Pijpers
- Freedom or fallout in local government? How work-life culture impacts employees using flexible work practices, Paula McDonald; Barbara Pini; Lisa Bradley
- Modernisering arbeidstijden en verlofregelingen, CPB„
Umfrage der Uni Lüneburg – Stimmung in etlichen Betrieben deutlich verschlechtert
Umfrage der Uni Lüneburg – Stimmung in etlichen Betrieben deutlich verschlechtert
Die Konjunkturkrise führt zunehmend zu Verunsicherung bei Beschäftigten. Und während die Rahmenbedingungen tatsächlich schlechter werden, sorgen viele Chefs zusätzlich noch für schlechte Stimmung, weil sie die Interessen der Arbeitnehmer zu wenig berücksichtigen, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Mittelstandsforschung an der Universität Lüneburg mit der Personalberatung Hanseatisches Personalkontor Hapeko unter mehr als 2400 Beschäftigten. […]
„Insgesamt zeigt sich eine nicht unbeträchtliche Verunsicherung“, sagt Institutsleiter Albert Martin. „Optimismus ist eher selten, viele Arbeitnehmer berichten über eine Verschlechterung des Betriebsklimas“, so der Wirtschaftsprofessor. Die Befragten beurteilten die Auswirkungen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Krise auf Stimmung und Klima im Betrieb sowie auf die persönliche Arbeitssituation und das Verhalten des Arbeitgebers in der Krise. Heraus kam, dass Unternehmen derzeit nicht nur vor einer wirtschaftlichen, sondern auch vor einer personalpolitischen Bewährungsprobe stehen.
Unabhängig von der Position als Führungskraft oder Mitarbeiter monieren sieben von acht Befragten sowohl bei der Konzeption als auch bei der Kommunikation von geplanten Maßnahmen zur Krisenbewältigung die mangelnde Berücksichtigung von Arbeitnehmerinteressen. Nur elf Prozent attestieren ihrem Arbeitgeber ein ausgeprägtes Bemühen um eine Balance zwischen unternehmerischen Interessen und den Interessen der Belegschaft.
Für die Befragung wurden im April rund 40 000 E-Mails aus dem Datenbestand des hanseatischen Personalkontors verschickt mit der Aufforderung, sich auf den Seiten des Lüneburger Instituts an der Umfrage zu beteiligen. Gut 2400 machten mit. Die Zielgruppe der Karrierestudie sind laut Martin Arbeitnehmer mit qualitativ anspruchsvollen Tätigkeiten in der gewerblichen Wirtschaft.
Angesprochen auf die Auswirkungen der Krise auf den eigenen Arbeitsplatz, antwortete jeder achte Arbeitnehmer, dass er fest damit rechne, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Fast 50 Prozent sind demnach zumindest unsicher, ob sie ihren Arbeitsplatz behalten werden. Ein Drittel erwartet, dass sich der Wettbewerb um den Arbeitsplatz verschärfen wird. Ausgesprochen pessimistisch beurteilen etwa 16 Prozent der Befragten die Stimmung im Unternehmen, weitere knapp 30 Prozent schätzen die Stimmung aufgrund der derzeitigen Wirtschaftslage zumindest pessimistisch ein. Lediglich acht Prozent der Arbeitnehmer sind dagegen trotz Krise sehr optimistisch gestimmt.
Nach Branchen aufgegliedert, bewerten Finanzdienstleister die Situation besonders negativ, gefolgt vom Handel, während Arbeitnehmer in internen Unternehmensbereichen zuversichtlicher sind. Besonders ausgeprägt ist der Pessimismus derzeit in größeren Unternehmen. Trotzdem bewerten gerade die Befragten in großen Unternehmen ihren Arbeitsplatz als verhältnismäßig sicher. Überdurchschnittlich pessimistisch beurteilen vor allem Führungskräfte die Krisenlage.
„Zu einem vollständigen Bild gehört allerdings auch die Feststellung, dass die Arbeitnehmer, was ihre persönliche berufliche Zukunft angeht, insgesamt durchaus zuversichtlich bleiben“, sagt Martin.
Auch bei der Handelskammer werden Auswirkungen der Krise registriert. Bislang hätten rund 1000 Teilnehmer eines der Angebote genutzt, die Unternehmen Informationen über den Umgang mit der Krise vermitteln soll, so die Kammer. Die Zahl der Sprechtage mit Vertretern der Kreditanstalt für Wiederaufbau habe sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Und die Informationen zum Thema Krisenmanagement auf der Intersetseite der Kammer seien bereits fast 3700 Mal angeklickt worden.“