„Prognosenrückschau 2011: Der Weltuntergang fiel wieder einmal aus“

Das „Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken“ der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“ (GWUP)  gibt in seinem Newsletter „e-Skeptiker – Newsletter für Wissenschaft und kritisches Denken“ einen Überblick darüber, was für das Jahr 2011 prognostiziert wurde und was tatsächlich eingetreten ist.

„Am 21. Mai 2011 sollte es losgehen mit dem Weltuntergang. Harold Camping, Prediger und Betreiber eines christlich-fundamentalistischen Radiosenders in Kalifornien, hatte diesen Termin „berechnet“ und erwartete die völlige Zerstörung der Erde spätestens zum 21. Oktober. Damit reihte sich Camping schon zum 2. Mal in die schier endlose Reihe von Weltuntergangspropheten ein, die sich mit einer solchen Prognose vor der Öffentlichkeit blamieren – denn schon sein für 1994 vorausgesehener Weltuntergang war ausgefallen.
Für die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) sammelt der Mathematiker Michael Kunkel seit Jahren solche Voraussagen von Astrologen, Wahrsagern und anderen vermeintlich Zukunftskundigen und prüft, inwieweit diese tatsächlich eingetroffen sind. Wie in den Vorjahren ist das Fazit für die Augurenzunft auch 2011 katastrophal.“ (Quelle: http://www.gwup.org/infos/nachrichten/1088-der-weltuntergang-fiel-wieder-einmal-aus)

Nun ja, nicht alle Prognosen legen sich genau auf ein Datum fest. Daher mag man sagen: Das Jahr ist noch nicht zuende…. – aber lesen Sie selbst hier mehr.

 

„Magazin des Scheiterns“

„Magazin des Scheiterns: Hier schreiben die Wissenschaftsversager“

„Widersprüchliche Daten, fehlerhafter Versuchsaufbau: Scheitern gehört zum Alltag des Forschers. Daten über missglückte Experimente gehören aber nicht in den Papierkorb, sondern in eine Fachzeitschrift, fanden zwei Mainzer Doktoranden – und gründeten eine.“ (Quelle: Spiegel Online v. 14.8.2011)

Hier der Link zur Zeitschrift „Journal of Unsolved Questions„.

Epistemische Tugenden

Braucht ein Wissenschaftler Tugenden? Anzunehmen. Daston/Galison (Daston, L.; Galison, P. 2007: Objektivität. Frankfurt/M.) nennen einige Tugenden: Der Beobachter braucht Geduld und Aumerksamkeit, der Experimentator Geschick, der Theoretiker Einbildungskraft. Sie schreiben: „Eine Erkenntnistheorie ohne Ethos mag denkbar sein, aber begegnet sind wir noch keiner. Solange Erkenntnis einen Erkennenden postuliert und solange der Erkennende als potentielle Hilfe oder Hürde für die Erwerbung von Erkenntnis gilt, wird sein Selbst ein erkenntnistheoretisches Thema sein“ (Daston/Galison 2007, 43). Vielleicht ist es schwierig, über die Erkenntnistheorie zu sprechen und einfacher über die Wissenschaftslehre, wenn man die Tugendargumentation einmal annimmt: Wäre die Wissenschaftslehre dann nicht auch eine Tugendlehre? Und um nochmal eine speziellere Seite anzusprechen, wie ist das mit der Methodologie (der Technologie der Erkenntnisgewinnung): was braucht es da Ethik, ist nicht gutes „Handwerk“ genug?