Neue Publikation: “SOEP-LEE2: Linking Surveys on Employees to Employers in Germany”

Wenzel Matiaske, Torben Dall Schmidt, Christoph Halbmeier, Martina Maas, Doris Holtmann, Carsten Schröder, Tamara Böhm, Stefan Liebig und Alexander S. Kritikos (2024): SOEP-LEE2: Linking Surveys on Employees to Employers in Germany. In: Journal of Economics and Statistics 244(5–6): 671–684
https://doi.org/10.1515/jbnst-2023-0031

Der Artikel stellt die neue Linked-Employer-Employer-Studie des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP-LEE2), die Forschungsmöglichkeiten für verschiedene Disziplinen bietet. Insbesondere enthält die Studie zwei Wellen einer Arbeitgeberbefragung für abhängig Beschäftigte (SOEP-LEE2-Core), die auch mit deren Individualdaten im SOEP, dem repräsentativen jährlichen Haushaltspanel, verknüpfbar sind. Außerdem umfasst das Projekt zwei Erhebungswellen zur betrieblichen Situation Selbstständiger (SOEP-LEE2-Selbstständige), die ebenfalls als Personen im SOEP befragt werden und drei zusätzliche repräsentative Arbeitgeberbefragungen, die hinsichtlich der Stichprobenziehung unabhängig vom SOEP sind (SOEP-LEE2-Vergleich). Themen der Umfragen sind u.a. Digitalisierung und Cybersicherheit, Humankapitalbildung, COVID-19 und Personalmanagement. Der Aufsatz erläutert die Themen der Befragungen, Erhebungsdesign und die Vergleichbarkeit der verschiedenen Datensätze im SOEP-LEE2 für potenzielle Nutzer in verschiedenen Forschungsdisziplinen.

Call for Papers für die AKempor-Tagung 2023

Die diesjährige Tagung trägt den Untertitel „Organisations and Social Sustainability at Work“.

Abstracts für full papers oder Work in progress können ab sofort und bis zum 30. September 2023 eingereicht werden. Der Call for papers findet sich hier.

Weitere Informationen zur Tagung finden sich auf der Unterseite der Veranstaltung.

Neue Publikation von Werner Nienhüser et al.: „Social Media, the Internet and the Crisis of Unionism“

„Public debates have been transformed by the internet and social media. This survey of employees in Germany and Australia asks: How are attitudes to unions shaped by use of traditional and social media and the internet? The results show that greater reliance on the internet and the use of social media tend to have a positive influence on trade union attitudes in both countries. It appears that even if social media spread anti-social conspiracy memes, they have little net effect in spreading anti-union ideology and may even be potentially useful for disseminating pro-union ideas.“

QUELLE
Nienhüser, Werner; Peetz, David; Murray, Georgina; Troup, Carolyn: Social media, the internet and the crisis of unionism
Forschungsförderung Working Paper Nr. 262, Düsseldorf, 74 Seiten

Neue Publikation auf Basis des SOEP: Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit

Martin, A. 2022: Aspekte der Selbstbeschreibung, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit. Auswertungen von Daten des Sozioökonomischen Panels. Schriften zur Mittelstands- und Managementforschung. Heft 2. Lüneburg Download möglich unter: https://albertxmartin.com/beitraege

Aspekte der Selbstbeschreibung, Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit

Zusammenfassung Der vorliegende Beitrag befasst sich mit Determinanten der Arbeitszufriedenheit und der Lebenszufriedenheit. Die empirische Analyse stützt sich auf die Daten der 37. Welle des Sozioökonomischen Panels (Referenzjahr 2020). Auf der einen Seite werden drei wichtige Arbeitsbedingungen (die Autonomie, der Lohn und die Arbeitsbelastung) betrachtet. Diese sollten primär die Arbeitszufriedenheit und allenfalls abgeschwächt die Lebenszufriedenheit beeinflussen. Auf der anderen Seite werden vier wichtige Einstellungen zum Leben betrachtet (das Selbstwertgefühl, die Kontrollüberzeugung, das Sinnerleben und die Soziale Robustheit). Diese sollten primär die Lebenszufriedenheit, daneben aber auch bemerkbar die Arbeitszufriedenheit beeinflussen. Die Ergebnisse bestätigen den starken Einfluss der Lebenseinstellungen (die gleichzeitig Einstellungen gegenüber der eigenen Person sind) auf die Lebenszufriedenheit, belegen aber auch einen deutlichen Einfluss dieser Einstellungen auf die Arbeitszufriedenheit. Wie zu erwarten war, beeinflussen auch die Arbeitsbedingungen die Arbeitszufriedenheit (wenngleich z.T. nur überraschend schwach), auf die Lebenszufriedenheit geht von den drei betrachteten Arbeitsbedingungen aber kein direkter und allenfalls ein schwacher indirekter Einfluss aus.“